Læsø Salzsiederei | Visitlaesoe

Læsø Salzsiederei

Wer die Salzsiederei besucht und den Erklärungen des Siedemeisters lauscht, wird sicherlich von der eigenartigen Stimmung ergriffen, die von der Holzhütte, dem brodelnden Wasser, dem Wasserdampf, in dem sich das Licht bricht, und die von Feuer aufsteigenden Rauch ausgeht. Doch eine solche Atmosphäre ist auf Læsø nichts Neues. Von 12. Jh. an wurde hier rund 500 Jahre lang auf diese Art und Weise Salz gesiedet.

Herstellung wie in alten Zeiten

Das Salz von Læsø wird auf überlieferte Art mittels Siedepfannen gewonnen. Dazu wird salzhaltiges Grundwasser aus Brunnen im Feuchtgebiet ,Rønnerne` verwendet. Es kommt in grosse, über dem Feuer hängende Eisenpfannen und wird solange erhitzt, bis das Salz aus der Sole kristallisiert. Danach wird es in grosse Körbe geschaufelt, wo es vor dem Trocknen abtropfen kann.

Berichte über die Salzsiedekunst

Es obliegt dem Salzsiedemeister, stets für die richtige Temperatur in den Eisenpfannen zu sorgen. Das macht er mithilfe einer hölzernen Harke, die er durch die Sole zieht. Die exakte Temperatur ist für die Qualität des Salzes ausschlaggebend. Der Salzsiedemeister berichtet auch über seine Arbeit und die Geschichte des Salzes auf der Insel. Die kurzen Vorträge sind kostenlos.

Äusserst salziges Grundwasser

Die Sole wird heute wie schon im Mittelalter aus künstlich angelegten Brunnen im Feuchtgebiet Rønnerne geholt. Bedingt durch geologische Gegebenheiten, Winterstürme und trockenes Klima gelangt viel Salz ins Grundwasser. Im Laufe des Winters werden die flachen Bereiche mehrmals überschwemmt, und im Sommer verdampft die Feuchtigkeit über dem Sand. Das wird dadurch begünstigt, dass sich in etwa 2 m Tiefe eine dicke Tonschicht befindet, durch die das Wasser nicht dringen kann. Auf diese Weise beträgt der Salzgehalt im zurückbleibenden Wasser bis zu 15%, während dieser Wert im Kattegat bei 2 - 3% liegt.

Tafelsalz

Siedesalz von Læsø kommt als gewürztes Meersalz in den Handel, das sich gut als Tafelsalz eignet. Es enthält 90% reines Kochsalz (NaCl) sowie Mineralstoffe, Jod und Spurenelemente.

Siedehütten

Ab 1990 wurden unter der Leitung von Jens Vellev und Hans Langballe 15 Jahre lang archäologische Ausgrabungen auf Læsø vorgenommen. Aufgrund der Grabungsergebnisse konnte eine Salzsiedehütte aus dem 12. Jh. rekonstruiert werden. Der Nachbau wurde am 5. Juni 1991 eingeweiht. Im Jahre 1998 kam eine weiteres, grosses Gebäude hinzu, das aufgrund von Funden im Inselteil Langerøn nachgebaut wurde.

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Bewährt gegen Schuppenflechte

Es ist bekannt, dass durch eine Behandlung mit Salz eine lindernde und dämpfende Wirkung bei Schuppenflechte erzielt werden kann. Dieser Effekt wird durch das Vorhandensein von Jod und Magnesium noch verstärkt. Die Restsole enthält nach 1 Woche Sieden nämlich viel von diesen Stoffen.

Kuranwendungen in der Kirche

Für die Kuranwendungen wird hier das salzhaltige Grundwasser benutzt. Neben Behandlungen fur Schuppenflechten-Patienten gibt es hier auch Kur- und Wellness- Angebote für alle.

Landheimaufenthalte

Für Schulklassen gibt es seitens der Salzsiederei verschiedene Aktivitätsangebote.

Siedepfannen im Kleinformat

Hier kann man unter der Anlei-tung des Siede-meisters eigenes Salz sieden.