Nature | Visitlaesoe

Einfach Schön

Von Helle Brønnum Carlsen, Kochbuchautor und Publizistin

Frisch ist das Wort, das auf die Rohwaren auf Læsø am besten zutrifft. Diese Produkte soll man frisch und einfach zubereiten, um den feinen Geschmack zu bewahren. Produkte aus dem Supermarktregal, die verpackt und weit transportiert wurden, sind hierzu kein Vergleich.

Læsø Badestrände

Vesterø Strand

Der südlich von Vesterø Havn gelegene Strand ist der beliebteste Strand für Familien mit kleinen Kindern. Hier ist das Wasser seicht und es gibt einen Abschnitt hinter dem Strand, wo man sich in den großen Dünen niederlassen kann.

Zum Strand führen mehrere Wege. Bei Vesterø Havn, an der Straße Kongevejen und der Kirche Vesterø Kirke gibt es Parkplätze und Toiletten.

Tagesausflüge nach Læsø

Læsø mit dem Bus erkunden 

Los geht es an der Bushaltestelle bei Vesterø Havn. Man kann sich auf eine unterhaltsame Tour freuen. Unterwegs wird Halt bei der Salzsiederei gemacht, wo der Siedemeister Interessantes zu erzählen hat. Eingeplant sind auch Besuche des Museumsgåarden und der Kirchen von Østerby und Vesterø. In Byrum wird kurz Rast gemacht, und man kann etwas zu essen und zu trinken kaufen. Die Tour endet wieder bei Vesterø Havn.

Reiten auf Læsø

Tölt 

Islandpferde gibt es auf Læsø in reicher Zahl. Die Tiere eignen sich durch eine besondere Gangart und ihre Gutmütigkeit bestens für Reitausflüge, wobei Alter des Reiters und Erfahrung keine Rolle spielen.

Da die Pferde beim sogenannten ‚Tölt’ den Rücken wenig bewegen, ist dies für den Reiter sehr angenehm. Diese Gangart ist bei Islandpferden genetisch festgelegt.

Læsøs vielseitige natur

Landschaftsformen, wie sie kaum anderswo zu finden sind. 

Nur 5 % der Insel sind bebaut, während 95 % von Dünenheide, Mooren und Strandwiesen bedeckt sind, die in dieser Konstellation kaum anderswo im Lande zu finden sind. Kein Wunder, dass hier auch seltene Pflanzen gedeihen, wie etwa Orchideen und fleischfressende Pflanzen und Vögel aller Arten.

Læsø Salzsiederei

Herstellung wie in alten Zeiten

Das Salz von Læsø wird auf überlieferte Art mittels Siedepfannen gewonnen. Dazu wird salzhaltiges Grundwasser aus Brunnen im Feuchtgebiet ,Rønnerne` verwendet. Es kommt in grosse, über dem Feuer hängende Eisenpfannen und wird solange erhitzt, bis das Salz aus der Sole kristallisiert. Danach wird es in grosse Körbe geschaufelt, wo es vor dem Trocknen abtropfen kann.

Der Bernsteinmann in Vesterø

Kurz vor dem Meer, an der äußersten Dünenreihe, wohnt Erling Stjerne. Der Strandhafer und die Hagebutten kämpfen hier um den letzten Platz zwischen Haus und Meer, wo der Sand gegen die Fenster schlägt, wenn der Wind aus dem Westen kommt. Das Bernsteinvolk schätzt, wenn der Sturm tobt und das Meer in Aufruhr ist. Dann besteht die Chance, dass das Meer wieder Bernsteinschätze freigibt und wahrscheinlich werden einige dieser Schätze an die Strände Læsøs gespült.

Findlinge

Große Steine wurden in Dänemark schon immer mit Aberglaube, Kobolden und Riesen in Verbindung gebracht – man nennt sie ”Trollsteine”. 

Læsø’s Seehunde

Von Biologin Karin Krogstrup

Einen der größten Seehundbestände Dänemarks findet man im Meer rund um Læsø – man rechnet mit etwa 1.000 Tieren. 

Aber was sind diese Säugetiere des Meeres? Nützlich und nahrhaft, nervig und schädlich oder niedlich und süß? Die meisten Leute würden heute niedlich und süß antworten – das war aber nicht immer so.

Die Seeschwalben auf Læsø

Von Folmer Hjorth Kristensen 

Die Sonne steht hoch am Himmel, das hellblaue Meer ist kaum vom Blau des Himmels zu unterscheiden. Nur vorbeifahrende Schiffe lassen den Horizont deutlich werden. Weit im Westen liegt die höchste Stelle Norddänemarks, wo man aus einer Höhe von 136 m einen weiten Blick über die herrliche Landschaft bekommt. Hellgrüne Buchen vervollkommnen dieses perfekte Sommerbild.

Orchideen und Sonnenschein

Auf Læsø findet man nicht viele Arten von Orchideen. Die Ursache dafür ist, dass die Anzahl von botanischen Arten vom Alter des Gebietes und von der Isolation abhängig ist. Læsø ist eines der jüngsten und am meisten isolierten Gebiete Dänemarks und verfügt deshalb nur über wenige botanische Arten. Trotzdem ist Læsø ein Para-dies für Orchideen. Man findet sie nämlich in so großen Mengen auf der Insel, dass sie fast überall gedeihen.

Dünenwald ”Læsø Klitplantage”

Der Dünenwald, wie wir ihn heute vorfinden, ist erst im vorigen Jahrhundert entstanden. Die erste Aufforstung des umfassenden Waldgebietes, das während des zerstörenden Sandtreibens verloren ging, fanden durch eine private Initiative in Zusammenarbeit mit der Heidegesellschaft im Jahre 1902 statt.Zum Ende der 1920iger Jahre wurden große Gebiete vom Staat aufgekauft und anschließend größtenteils aufgeforstet.

Was die Natur uns bietet

Die großen, unzerstörten Naturgebiete auf Læsø bieten den Einwohnern und Besuchern mehr, als die meisten ahnen. Verglichen mit dem Durchschnitt Dänemarks gibt es hier 6-mal so viel Naturfläche pro Einwohner – Natur von hoher Qualität und Artenvielfalt. 

Petermännchen – ein guter Speisefisch

Der Speisefisch Petermännchen lebt in den Meeren von der Mitte Norwegens bis zu den Küsten Marokkos sowie im Mittelmeer. Er wird ca. 42-45 cm groß und lebt im Winter in tieferen Gewässern, im Sommer jedoch bevorzugt er Wassertiefen zwischen 5 – 15 m. 

Die braune Biene - ein Teil von Læsø

Der Bienenzüchterverein von Læsø hat über viele Jahre hinweg für die Erhal-tung des Bestandes der braunen Biene gear-beitet. Die Mitglieder der Vereinigung betreiben eine zielgerichtete Zuchtarbeit, die den Erhalt der braunen Biene bisher in Dänemark sichergestellt hat. Alle reinen Bienenrassen stehen in diesen Jahren unter Druck, nicht zuletzt auch die braune Biene. Die Rassen sterben aus bzw.

Der verschwundene Højsande-Turm

In den 70er und 80er Jahren war die Naturverwaltung bemüht, weitere Einrichtungen im Freien zu bauen. Im Zuge dessen wurde der Turm in Højsande aufgestellt. Vom Turm aus hatte man Aussicht über die Dünenplantage und konnte von hier aus sogar Bovet sehen. Der Turm stand oben auf dem Hügel gegenüber vom Parkplatz bei Østre Skråvej. In der Zeit 2002-2007 wurden große Teile von Højsande geräumt, um die Dünenheide wieder herzustellen. Hierbei kamen neue und größere Hügel zum Vorschein.

Eine mysteriöse Festung bei Storedal

Fahren Sie in die schöne Heide bei Storedal. Wenige 100 Meter östlich des Parkplatzes werden Sie lang gezogene Hügel entdecken, die auf dem ersten Blick ganz natürlich aussehen. Durch die schöne Heidelandschaft, die unter Naturschutz steht, führt ein Fußweg zwischen Heidepflanzen und Krähenbeeren. Bei näherem Hinsehen werden Sie feststellen, dass die Hügel von Menschenhand geschaffen sind und als Wall gebaut wurden. Luftaufnahmen zeigen es ganz deutlich. 

Læsø Dünenplantage – Auf den Spuren der Geschichte Læsøs

Læsø Dünenplantage ist einer der jüngeren Kulturlandschaften auf Læsø. Die Bäume in der Plantage wurden von den Einwohnern gepflanzt, um die Sandflucht einzudämmen. Die ersten Bemühungen der Bevölkerung gegen die Sandflucht begannen im 19. Jahrhundert. Anfang des 20. Jahrhunderts fing man an, Højsande zu bepflanzen. Als Erinnerung wurde ein Gedenkstein mit der Jahreszahl 1902 aufgestellt. Erst im Jahr 1929 fing der Staat an, Grundbesitz für Læsø Dünenplantage aufzukaufen. 

Kühe umarmen und Salz sieden

Storhaven

Wer auf dem Weg zur Salzsiedehütte am ”Storhaven” vorbei fährt, dreht sich noch einmal um. Hier ist was los. Als erstes sehen Sie eine Bockwindmühle, die genau so aussieht wie die am Museumsgården. Gucken Sie genauer hin, fällt Ihnen die Ziege auf, die auf dem Dach des Schuppens grast. Manchmal kommen Sie am Storhaven gar nicht vorbei, weil mehrere Esel den Verkehr auf der Strasse aufhalten. Wurden sie dazu vielleicht erzogen?

Angeln auf Læsø

Auf Læsø ist der Druck der Angler nicht so groß. Außer an den Molen am Hafen trifft man auf der Insel entlang der Küsten nicht allzu oft Menschen mit Angeln in der Hand. Dementsprechend kann man sich die besten Stellen zum Angeln aussuchen, ohne Schlange stehen zu müssen. Nachfolgend zeigen wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten eines Anglers auf Læsø.