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Häuser mit Tangdächern auf Læsø

Das Eindecken mit Tang

Um ein Haus mit einem Tangdach zu versehen, waren viele Leute erforderlich. Geleitet wurde das Ganze von einem Vormann, dem ein Helfer zur Seite stand. Eine Schar von Frauen drehte lange, tropfenförmige Tangbündel zusammen, die am Ende eine Art Stiel bildeten, während eine der Frauen die Bündel durch Stampfen mit den Füßen verdichtete.

Læsø Museum

Der Museumshof

Er präsentiert sich noch heute mit einer Einrichtung, wie sie für die Zeit um 1860 typisch war. Das Fachwerk für das Haus stammt von Schiffen, die vor der Insel auf Grund liefen. Das Auffälligste am Gebäude ist jedoch das grosse Tangdach, das von der Findigkeit der Inselbewohner zeugt, die vorhandenen Materialien zu nutzen.

Læsøs Häfen

Am Hafen zu sitzen und Schiffe beobachten ist schön und entspannend. Die tollen Segelyachten und Motorboote werden Jahr für Jahr immer größer– einige erinnern fast an kleine Fähren. Hier sind die Kinder standardmäßig in orangefarbener Rettungsweste gekleidet. Der Hafen ist voller Leben und Segler, die sich quer über die Schiffe mit einander unterhalten. Abends trifft man sich an windstillen Plätzen und grillt zusammen Steaks, Fisch und natürlich Kaisergranat.

Nachts Kaisergranat fischen

Von Klaus Munk, ehem. Fischkutter-Skipper

Viele Læsø-Fischer sehen den Sommer mit der Nachtfischerei auf Kaisergranat entgegen. Die Nächte sind kurz und damit auch ihr ”Arbeitstag”. Sie kommen jeden Morgen zurück zum Hafen und können zur normalen Frühstückszeit Brötchen mit nach Hause bringen. Dann ein paar Stunden schlafen und den ganzen Nachmittag hat man Zeit um den Sommer zu genießen – ein richtiges Faulenzerleben.

Læsø Leben

Von Olav Juul Gaarn Larsen

Es ist, als bricht die Ruhe los
wenn sanft die Fähre heimwärts fährt
Wir tratschen oft und klagen groß
doch eigentlich geht’s uns ganz famos

Mit Fisch und Fleisch mit Obst und Grün
das Leben ist gesund und schön
Entlang des Weges Buden künden
das Pfifferlinge hier zu finden

Kalkmalereien - von internationaler Bedeutung

Dieser Artikel beginnt mit einer Aussage von der Spitze der Bewertungsskala, nämlich: besonders erhaltungswürdig, welches wiederum bedeutet: ein Gegenstand von internationaler Bedeutung, da es diesen nicht anderswo gibt bzw. nur an ganz wenigen Orten gibt. 

Lassen Sie sich nicht erschrecken. Es ist richtig und es ist hier auf Læsø. Ganz präzise handelt es sich um die Kalkmalereien in der Vesterø Kirche.

Læsø Fischindustrie und Læsø

Jahr für Jahr verschwinden immer mehr Fischkutter aus den Häfen Læsøs. Die Inselbewohner merken es deutlich und auch den Besuchern fällt es auf. 

FN 162 ”Ellen” und die Schnurrewadenfischerei

Der Schnurrewadenkutter „Ellen“ hat mehr als 100 Jahre auf dem Rücken – oder besser ausgedrückt, auf seinem hübsch gerundeten Heck. Der Kutter wurde 1906 in der berühmten Werft von Otto Dolmer in Vesterø als ein jagdgetakeltes Segelschiff mit 10 PS Hilfsmotor gebaut. Damals wurde es „Fri“ getauft und hatte später auch den Namen „Ingrid“. „Ellen“ ist aus Eiche gebaut, fast 10 m lang und knapp 4 m breit mit einem Tiefgang von ca. 1,5 m.

Der letzte Krabbenfischer

Von Klaus Munk

Die ganze Südseite Læsøs, von Sdr. Nyland im Westen bis Knogen im Osten, ist ein Niedrigwassergebiet. Über Jahrhunderte hat man im Südosten bei Bovet in kleinen Jollen mit flachem Boden gefischt – vorwiegend wurden Hornhechte, Aale, Flundern und Krabben gefangen. Bis in die 70er war dies eine wichtige Einkommensquelle und eine gute Nahrungsergänzung für den Alltag der einfachen Leute.

Licht, Leben, Natur und Werkstoffe – Eine kleine Kunstreise

Im Laufe der Zeit haben Künstler auf Læsø Inspiration und Ruhe zum Arbeiten gefunden. Ende des 19. Jahrhunderts waren auf der Insel Künstler wie z.B. Rørbye, Skovgaard, Krøyer, Viggo Johansen und Tuxen. Von 1950-70 waren es Hjort-Nielsen, Hofmeister, Arne og Jørgen Haugen Sørensen sowie Marinus Nielsen, der sogar auf Læsø geboren wurde. Danach kam Asger Jorn und später u.a. Mogens Hoff, Svend Halberg und nicht zuletzt Per Kirkeby.